Einzeltherapie

In der Praxis Dr. Fahrer in Nußloch bieten wir Einzeltherapie für Kinder und Jugendliche an. Unser Vorgehen orientiert sich an der Verhaltenstherapie und wird durch neuere, praxiserprobte Methoden ergänzt. Ziel ist es, belastende Verhaltensweisen und schwierige Gedankenmuster gemeinsam zu verändern, die Fähigkeit zur Emotionsregulation zu stärken und eine dauerhafte innere Stabilität aufzubauen. Die Therapie richtet sich individuell nach Alter und Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen und wendet sich an junge Menschen, die durch seelische Belastungen im Alltag, in der Schule oder im sozialen Miteinander eingeschränkt sind.

 

Wir arbeiten überwiegend kognitiv-verhaltenstherapeutisch, ergänzt durch modernere Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben. Dazu gehören Techniken, die dabei helfen, aus belastendem Grübeln auszusteigen, sowie Verfahren, mit denen sich schwierige oder immer wiederkehrende innere Bilder – etwa nach belastenden Erlebnissen – behutsam verändern lassen. Außerdem arbeiten wir mit mitgefühlsorientierten Übungen, die dabei unterstützen, mit sich selbst milder umzugehen und Scham- sowie Selbstkritik-Muster zu lösen.

 

Ein wichtiger Baustein ist zudem eine intensive Einbindung der Eltern beziehungsweise Bezugspersonen. Denn häufig tragen familiäre Beziehungs- und Interaktionsmuster sowie die Weitergabe von belastenden Erfahrungen und psychischen Erkrankungen über Generationen hinweg dazu bei, dass sich Störungen halten oder verstärken.

 

Am Anfang steht ein ausführliches Kennenlernen mit Diagnostik und Anamnese. Darauf aufbauend erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan mit klaren Zielen. Die Sitzungen dauern in der Regel 50 Minuten. Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte werden eng eingebunden, da nachhaltige Veränderungen meist nur gemeinsam gelingen. Ergänzt wird die Therapie durch kleine Übungen für zuhause sowie den Austausch mit Schule oder Kinderarzt. Bei Fragen zu Terminen oder organisatorischen Themen sind wir gerne persönlich oder telefonisch für Sie da.

Gruppentherapie 
für Kinder und Jugendliche 

Gruppentherapie in der Praxis Dr. Fahrer richtet sich an Kinder und Jugendliche, die von sozialem Lernen, Rollenspielen und gegenseitiger Unterstützung profitieren. In einem geschützten, altersgerecht strukturierten Rahmen werden die Entwicklung sozialer Kompetenzen, Emotionsregulationsfertigkeiten und realistischer Bewältigungsstrategien gefördert.

 

Ziele der Gruppentherapie sind die Verbesserung der Selbstregulation, die Erhöhung von Belastbarkeit und die Förderung kooperativer Problemlösestrategien. Konkrete Effekte zeigen sich oft in weniger Vermeidungsverhalten, sichereren sozialen Interaktionen und einer verbesserten Fähigkeit, belastende Gedanken zu modifizieren. Eine Gruppentherapie kann je nach Indikation zunächst als alleinige Gruppentherapie oder aber als Ergänzung zu einer Einzeltherapie erfolgen.

Elternarbeit

Elternarbeit: Kinder wachsen nicht isoliert auf, sondern in einem Familiensystem – und viele Verhaltensweisen oder Symptome lassen sich nur verstehen und verändern, wenn wir das gesamte Umfeld mit einbeziehen. Deshalb ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ein fester Bestandteil unserer Arbeit, nicht nur eine begleitende Maßnahme. Dabei begegnen wir jeder Familie mit Respekt: Muster, die sich innerhalb eines Familiensystems zeigen, sind nie „falsch" oder zufällig entstanden, sondern haben sich über Zeit aus Gründen entwickelt.

 

Elternarbeit bedeutet bei uns mehr als reine Information. Sie umfasst Psychoedukation – also Wissen darüber, was mit dem Kind los ist und warum –, praktische Erziehungskompetenzen für schwierige Alltagssituationen sowie Strategien, mit denen Eltern lernen, in belastenden Momenten die eigenen Emotionen besser zu regulieren. 

 

 

Häufig zeigt sich dabei, dass auch die Eltern selbst eigene Prägungen und Muster mitbringen, die im Familienalltag wirksam werden. Ein wichtiger Teil der Arbeit kann deshalb sein, dass Eltern den Blick auch auf sich selbst richten und eigene, mitunter über Generationen weitergegebene Verhaltens- und Beziehungsmuster erkennen und bearbeiten. Je nach Art und Ausprägung der Schwierigkeiten kann die Teilnahme an einer begleitenden Elterngruppe Voraussetzung für einen Therapieplatz des Kindes sein.

 

Je jünger ein Kind ist, desto intensiver gestaltet sich in der Regel die Zusammenarbeit mit den Eltern. Bei Kleinkindern findet Psychotherapie in der Regel ohnehin als gemeinsame Eltern-Kind-Therapie statt, da sich in diesem Alter Symptome und Entwicklung kaum getrennt von der Beziehung zu den Bezugspersonen betrachten lassen. Bei den Jüngsten setzen wir bei Bedarf zusätzlich Videofeedback ein, um frühe Eltern-Kind-Interaktionen sichtbar zu machen und gezielt zu bearbeiten.

 

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